Nach Einschätzung der Ratingagentur Fitch wird die global nachlassende Wachstumsdynamik im kommenden Jahr die Leistungsbilanzen vieler asiatischer Schwellenländer verschlechtern. Fitch wird bei der Einschätzung der Bonität dieser Länder im kommenden Jahr vor allem drei Faktoren betrachten: Die Auswirkungen des sich abkühlenden US-Wirtschaftswachstums auf die Kreditaufnahme in der Region, die Entwicklung der Währungsreserven sowie das in einigen asiatischen Schwellenländern vermutlich steigende politische Risiko. Fitch Ratings zufolge dürfte das langsamere Wirtschaftswachstum in den USA den Ausfuhrertrag der asiatischen Länder mindern. Gemessen an dem Verhältnis von Exporten in die USA zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürften Hongkong, Singapur und Malaysia am stärksten davon betroffen sein. Wegen der allgemein gedämpfteren Wachstumsperspektiven der asiatischen Schwellenländer 2007 werde sich voraussichtlich auch der Kapitalzufluss verringern, hieß es weiter. Mit Blick auf die Wechselkurse merkt die Agentur an, dass eine unerwartet deutliche Abschwächung des Dollar den Aufwärtsdruck auf die asiatischen Währungen erhöhen könnte. Fitch sieht dabei die Gefahr, dass die Notenbanken der Region intervenieren könnten, wodurch die Währungsreserven weiter steigen würden. Auch das politische Risiko dürfte sich in einigen Ländern Asiens weiter erhöhen. Die Agentur verweist auf die im kommenden Jahr anstehenden Wahlen auf den Philippinen und in Thailand, das Nuklearprogramm Nordkoreas und den anhaltenden Konflikt auf Sri Lanka.
Länderrisiken in Asien nehmen zu
Redaktion RiskNET